Historie

Historie des Meeraner Sports

 

Die Stadt Meerane war und ist dem Sport seit jeher verbunden. Die "Sportvereinigung 07 Meerane" machte Meerane als "Sportstadt" weltbekannt. Fußball, Handball, Hockey und Leichtathletik wurden vorrangig betrieben, doch die steilste Karriere nahm der Fußball, was durch die Fußballgenies, allen voran Richard Hofmann, begünstigt wurde.

 

Wenn man in Meerane eine Umfrage starten würde, wo denn die Anfänge des Fußballs liegen, kämen einige Leute wohl ganz schön ins Grübeln.

 

Sportplätze im eigentlichen Sinn gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht, ganz zu schweigen von einem Stadion. So fanden sich 1905 ein paar Jungen auf dem Schützenplatz zusammen und jagten als erste dem Fußball hinterher. Erstmals organisiert ging es zwei Jahre später im "1. Fußballclub Meerane" zur Sache, dessen Mitgliederzahl schnell stieg und dessen Mannschaft sich dann "Fußballclub Sachsen" nannte. Auf dem Gelände des Volkshauses entstand ein Spiel- und Sportplatz, man schrieb das Jahr 1908.

 

In der Folgezeit kam es zu einigen Wirren im Meeraner Fußball. Neben dem "Fußballclub Sachsen" wurde der "FC Wacker" gegründet und als Verein Nummer Drei folgte 1912 die Turnerschaft.

 

Mit dem I. Weltkrieg wurde die weitere Entwicklung des Fußballs unterbrochen. Am 21. Dezember 1918 setzten sich dann Vertreter aller drei Fußballclubs zusammen, um über eine Fusion zu beraten. Das war die Geburtsstunde der "Sportvereinigung 07 Meerane", und in den folgenden Jahren wurde eine schlagkräftige Truppe im Gau Westsachsen aufgebaut.

 

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1925 war das Jahr des ersten großen Erfolges. Der Titel des Gaumeisters Westsachsen konnte errungen werden, Meisterschaften 1927 und 1928 und 1930 folgten. In dieser Zeit absolvierte Richard Hofmann, "König Richard", sechs seiner 25 Länderspiele für "Meerane 07", er wechselte dann zum "Dresdner SC". Es kamen die Pokalsiege 1927, 1928, 1930 und 1931 hinzu.

 

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Wie überall stagnierte auch im II. Weltkrieg die Entwicklung des Sports in Meerane, doch danach ging es sofort weiter. Eine neue Elf wurde zusammengewürfelt und Stammplatz wurde ab der ersten Punkterunde 1946/47 der Hartplatz an der heutigen Stadthalle. Zur 1. Ostzonenmeisterschaft konnte sich "Einheit Meerane" qualifizieren und mußte sich erst im Halbfinale geschlagen geben. 1949 wurde Meerane Bezirksmeister und Zweiter des Sachsenchampionats und bei der 2. Ostzonenmeisterschaft war erneut im Halbfinale Endstation. Die "BSG Einheit" erreichte in der ersten Oberligasaison mit einem 9. Platz sein bestes Abschneiden in der Oberligageschichte. Häufige Trainerwechsel sorgten für Unruhe in der Mannschaft, die Mannschaft spielte im unteren Drittel und kämpfte gegen den Abstieg.

 

Anfang der 50er Jahre wurde mit dem Bau des "Stadions der Freundschaft", dem heutigen "Richard-Hofmann-Stadion" begonnen. Viele Einwohner leisteten freiwillige Aufbaustunden und auch die Glauchauer Garnison der Sowjetarmee half mit schwerer Technik tatkräftig mit und so konnte das Stadion 1957 eingeweiht werden. Großen Anteil hatte auch der damalige BSG Leiter Hans Bock an der Fertigstellung des Stadions.

 

 

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Aus der "BSG Einheit" wurde die "BSG Fortschritt Meerane", ein Name, der bis zur Wende Bestand hatte und aus dem 1991 der "Meeraner Sportverein e.V." hervorging. Neben "Fortschritt" gründete sich 1951 im VEB "Dampfkesselbau" die "BSG Stahl", die wenig später in "BSG Motor" umbenannt wurde.

 

1955 war endgültig Schluss in der Liga für "Fortschritt" und die Mannschaft wurde durchgereicht. Auch der Abgang vieler Leistungsträger sorgte dafür. Das neue Stadion brachte alles andere als Glück und bis 1967 dauerte es, dass wieder Jubelgesänge in der Leninallee, heute Stadionallee, zu vernehmen waren; der Aufstieg in die Bezirksliga wurde geschafft und die Klasse erstmal auch gehalten, 1972 ging es dann wieder in die Bezirksklasse und seit dem gab es ein ständiges Auf und Ab.

Von den Hoch-Zeiten träumen begeisterte Fußballanhänger noch heute und auch davon, an die alte Form wieder heranzukommen.